Sehnsucht
von Kristiane Allert-Wybranietz
 
 
Schade, daß du nicht hier bist.
Ich friere hier am warmen Ofen,
finde es viel zu laut in dieser Stille.

Im Haus knackt es, was sonst vertraut,
bedrohlich; und selbst das Licht der Lampe
wirft heute Dunkelheit.

Ich finde, sogar die Blumen lassen
ihre Blätter hängen und ihre Blüten
sind verschlossen,
als ob die schmollen.

Ich trinke guten Wein und
schmecke nichts als Flüssigkeit,

und bald fallen mir die Augen zu,
doch finde ich keine Ruhe,

meine Gedanken sind zu laut
in dieser Stille hier.

Jetzt dein Lächeln sehen,
deine Stimme hören
und spüren,
du bist da.